aufhören ! Visionen
im - Zeichen - der - Ziege

Zickenalarm in der Stadt



Baue auf und reiße nieder Baue auf und reiße nieder - bringt neue Schulden - immer wieder.

Hat die Gemeinde mit der jetzt geplanten "Verschlimmbesserung" den Bogen achtlos überspannt?
Die neue Teerdecke der Mittleren Straße ist kaum erkaltet aber mit Sicherheit noch nicht bezahlt und
  • in einem tadellosen Zustand,
  • fester Untergrund, incl. Dainage
  • keine Risse,
  • stabil gebaut, auch für schwere Fahrzeuge.
Never change a winning system !

Da plant man in Lügde schon wieder eine Neugestaltung dieser Straße, mit all den bekannten Folgen, nichts Neues, aber die üblichen Verkehrshindernisse. In Lügde nennt diese jetzt 'Straßenmöblierung'. Das scheinbar ach so wichtiges 'Hoppel-Pflaster' darf auch nicht fehlen. Die Zauberworte heißen: Verkehrsbeeinträchtigung und Neuverschuldung.
  • Zwangsläufig 'zerstören' wir damit auch die alternative Orts-Passage, die zur Aufrechterhaltung des Verkehrsflusses vorhanden sein muß, wenn der Emmerauentunnel aufgrund von Überschwemmung, Unfall oder technischem Service etc. nicht genutzt werden kann.

  • Die Haltbarkeit eines Pflasterbelages mit den Blumenbeeten ist wesentlich geringer, als der stabile glatte Teerbelag. Wie man sieht, sind ständige Reparaturen und Nachbesserungen jetzt die Folge:

    Wie man aktuell der Presse entnehmen kann, fallen allerorts bereits lose Pflastersteine mit unzureichender, gelöster Verfugung auf. Um diese Schäden zu vermeiden, sperrt man derartige Straßen für schwere Fahrzeuge und Maschinen.

  • Experten weisen zudem auf die fehlende Zerifizierung dieses Pflaster-Straßenbelages, den vergleichsweise hohen Geräuschpegel und die unsichere Standhaftigkeit hin.
  • Wie rutschfest die polierte Platte sich für Fußgänger besonders in den eisigen Wintermonaten darstellt, wird die Praxis zeigen.

Es ist für niemanden einsichtig, dass trotz totaler Überschuldung der öffentlichen Hand weiter munter Geld vernichtet wird.
Zahllose Staaten erleben gerade ihre Zahlungsunfähigkeit und die Bevölkerung befürchtet die daraus resultierende Geldentwertung bzw. Währungsreform.
Trotzdem erdreistet man sich nicht in Bürgerversammlungen und peinlichen Zeitungsartikeln der Bevölkerung solch unnötige Projekte schmackhaft zu machen. - Ist dieses nicht eine unverantwortliche, verwerfliche 'Öffentlichkeitsarbeit' unserer Gemeinde?

Lügdes aktueller Haushaltsplan belegt, man lebt deutlich über die Verhältnisse. Die beabsichtige Pflasterung wird mehrere Millionen Euro kosten. Ausgaben für Baumaßnahmen, die OHNE jede NOTWENDIGKEIT und Berücksichtigung von FOLGEKOSTEN getätigt werden, summieren sich inzwischen zu einem ansehnlichen Schuldenberg, die Folge: Haushaltsicherung - siehe lokale Presseberichte.

Übrigens, noch vor wenigen Jahren war Lügde nicht nur völlig schuldenfrei, es gab sogar finanzielle Rücklagen in Millionenhöhe.

Ein massiver Umbaues im Ort:
Man kann die Innenstadt nur schwer mit dem Fahrzeug erreichen. Einelhandes-Geschäfte schließen, Bürger wandern ab, Aldi und Co. siedeln sich in den Außenbezirken in den feuchten Emmerauen, den Überschwemmungsgebieten des Emmerflusses, an. Das Kaufhaus Ahrens z.B. hat sich bereits mit 2 Geschäften in Hameln angesiedelt und ist damit gerüstet, das Geschäft in 'Lügde Innenstadt' zu schließen Das Ahrens Stahllager wird geschlossen.
Damit sind nahezu alle Einkaufmöglichkeiten in den Händen von Konzernen und nur noch mit dem KFZ im Außenbereich der Stadt zu erreichen. Im Gegensatz zur neu gepflasterten Innenstadt kann man hier aber problemlos "knitter- und ticketfreie" Parkflächen anfahren und damit relaxt einkaufen.

Die teilweise liebevoll oft aber nur äußerlich restaurierten historischen Häuser in der Altstadt sind bereits zu mehr als 20% unbewohnt. Andere Gebäude lässt man bewusst verfallen oder man 'hofft' auf den "heissen Abriß", was erfahrungsgemäß den natürlichen "Verfall" extrem beschleunigt.

Den Grund für dieses destruktives Eigentümerverhalten findet man in den strengen Vorschriften des Denkmalschutzes unter denen viele Gebäude stehen. Eine Restaurationen bzw. Umgestaltung zu bewohnbaren Gebäuden mit heutigen Wohnraumanforderungen wäre extrem teuer und wird zudem meist untersagt.
Auf der anderen Seite kauft die Gemeinde Häuser in der Innenstadt um sie komplett abzureißen. An dieser Stelle ist der Neubau von Altenwohnungen, Stadtcafes, Tief- bzw. Hochgargen und dergl. beabsichtigt (Bauvorhaben Marienhöfe).

Das zu solchen Projekten von der Gemeinde immer wieder beauftragte Ingenieurbüro freut sich über jeden neuen Auftrag - wo aber agieren die stadteigenen Kräfte? Man weiss, dass gerade hier in Lügde dauerhaft besonders effektiv Geld abgeschöpft werden kann.